Das Liebesleben der Ameisen

Zum 100. Geburtstag der Theaterwissenschaft in München, 1926 – 2026

Ein Film von Christiane Pfau und 55 Studierenden der Theaterwissenschaft

Idee, Konzept, Regie, Produktion: Christiane Pfau | Produktion: Pfau PR
Kamera: Christian Frey, Alex Hirl, Roman Lipah, André Knauer (B.O.A.), Frank Sauer
Fotografie: Armin Smailovic, Christian Frey
Musik: Tobias Weber | Grafik, Sounddesign: Manuela Hartel
Schnitt: Hannes Müller, André Knauer (B.O.A. Videofilmkunst), Manuela Hartel
Colourgrading: Wolfdieter Gautzsch
Filmmischung und Untertitel: Alexander Primus
Deutschland, 2026 | Dauer: 74 min.
mit freundlicher Unterstützung von Bezirk Oberbayern, Stadtsparkasse München, B.O.A. Videofilmkunst, Ludwig-Maximilians-Universität München, Dept. Kunstwissenschaften 

Mitwirkende 

Studierende der Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München: Alona Barkalova, Charlotte Berghausen, Karen Brehm, Maya Buse, Anna Csizmar, Stella Curcic, Mathilda Dürr, Nina Eggers, Ronja Eßing, Maria Feckl, Sandro Finger, Seraphin Flassig, Tabea Garbocz, Emily Gleis, Mia Gören, Nika Greinwald, Sarah Griener, Anina Hegenauer, Sophie Hohner, Leonie Holzhüter, Lilli Hudetz, Emelle Kilic, Paula Kraus, Alexandros Lameras, Katalin Lanner, Lucas Lemnitzer, Hannes Meck, Helene Meissner, Viktoria Molnar, Silvana Motolese, Daniel Mühlhauser, Seraphine Nantalya, Tyrese Nguyen, Stephanie Obermeier, Lisa Paßreiter, Raffaella Pawlik, Victoria Pfeif, Lena Planke, Diana Raetchi, Silvie Reske, Isabelle Schade, Annika Schäfer, Victor Scheithauer, LJ Schierholz, Max Schindele, Mina Sommer, Vivien Stiefenhöfer, Andrea Stodieck, Nele Thomas, Nazanin Toufaninezhad, Isabella Vogl, Liudmyla Voloshko, Sijie Wang, Luise Winter, Benedikt Wittmann 

ehemalige Studierende und weitere Kulturschaffende: 
Edgar Reitz, Filmemacher
Christopher Balme, ehem. Lehrstuhl für Theaterwissenschaft der LMU München 
Andreas Beck, Residenztheater München 
Lisa Braner, Münchner Kammerspiele 
Weronika Demuschewski, Münchner Volkstheater 
Anna Donderer, Rat & Tat Büro / Theaterbüro München 
Elisabeth Feckl, Elfriede Mangstl, Marlene Rampl in Wasentegernbach 
Ingrid Kalka, Tanztendenz München 
Kathrin Metzner, Gasteig München 
Lorenz Seib und Axel Röhrle, TamS Theater am Sozialamt 
Tobias Staab, International DANCE Festival München
Tortelli & Wurm: A MODERN HOUSE // Diego Tortelli, Miria Wurm, Cristian Cucco, Vanessa Thron, Andres Belmar 
Meike Wagner, Lehrstuhl für Theaterwissenschaft der LMU München 
Bettina Wagner-Bergelt, ehem. künstlerische Leitung DANCE Festival München, stellv. Direktorin am Bayerischen Staatsballett und Intendantin am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch 

Off-Stimmen: 
Ruth Geiersberger 
Viktoria Molnar 
Musik: Tobias Weber 

Abspann: »Die Träume anderer Leute« – WIR SIND HELDEN 

Musik: Judith Holofernes, Jean-Michel Tourette, Pola Roy, Mark Tavassol | Text: Judith Holofernes | Verlag: Wintrup Musikverlag | Mit freundlicher Genehmigung von Wintrup Musikverlag | – ℗ 2010 Reklamation Records – Mit freundlicher Genehmigung der Universal Music GmbH 

Beratung »100 Jahre in 10 Minuten«: Stefan A. Schulz 

Das Liebesleben der Ameisen Dieser Film ist ein Liebesfilm. Er ist eine Liebeserklärung an die Studierenden der Theaterwissenschaft, an das Fach und an die Kunst.

Über den Zeitraum von 4 Semestern setzen sich 55 Theaterwissenschafts-Studierende vom Bachelor bis zum Master mit der Frage auseinander, welchen Sinn dieses Studium hat. Der Filmtitel entspringt der Frage, der sich jede*r gegenübersieht, der/die sich für dieses Fach entscheidet und oft auf Unverständnis stößt. „Das kann man studieren? Davon soll man leben können? Dann studier‘ doch gleich das Liebesleben der Ameisen“ – dies hören Generationen von Studierenden so oder in Variationen bis heute.

Die Studierenden von heute treffen auf 20 ehemalige Studierende und heutige Profis aus dem Kulturbereich. Die Gespräche der Studierenden mit den heutigen Profis öffnen Blicke weit hinter die Kulissen, in denen sich diese Protagonist*innen der Kulturlandschaft bewegen. Sie erlaubten ebenso Einblicke in ihr Leben wie die Studierenden. Die Studierenden haben sich gegenseitig befragt und gefilmt, und sie haben einen Blick für die kleinen Dinge und Wesen entwickelt. Sie sollten Werkzeuge erarbeiten, um aus der ewigen Rechtfertigungsecke herauszukommen. Sie wurden selbstbewusst. Sie haben sich geöffnet, vor der Kamera und im Gespräch. Im ersten Semester ging es noch zentral um die Frage: Wer sind wir? Wo kommen wir her? Was wollen wir, was wollen unsere Eltern? Wie werden wir den vielen Ansprüchen gerecht? Ab dem zweiten Semester haben sie den Seminarraum verlassen und sind an die Orte gegangen, wo „erwachsene“ Theaterwissenschaftler*innen tätig sind. So kam ein Bild zum andern.

Der Film hat zwei Ziele: Erstens sollten die Studierenden unmissverständliche Argumente entwickeln, warum dieses Fach ein Studium wert ist. Wir wissen alle, wie gefährdet die kunstnahen Geisteswissenschaften sind und alles auf der Kippe steht, was nicht direkt kommerziell verwertbar ist. Deshalb ist der Film natürlich auch ein politisches Statement.

Das zweite Ziel: Alle, die den Film sehen, sollen die Theaterwissenschaft (stellvertretend für alle kunstnahen Hochschul-Fächer) als Sehnsuchtsfach begreifen, mit dem man lernt, die Welt immer neu zu erfinden. Wir sind die letzten Einhörner. Die Menschen zwischen 20 und 30 (und dann für immer) sind der Stoff, aus dem die großen Träume sind. Die brauchen wir heute mehr als jemals zuvor.

 

Christiane Pfau (Pfau PR, www.pfau-pr.de // Herausgeberin des Münchner Feuilleton, www.muenchner-feuilleton.de) hat das Fach selbst absolviert und im Rahmen ihres Lehrauftrags am theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität im Bereich Kulturvermittlung das Filmprojekt „Das Liebesleben der Ameisen“ realisiert.